60-Ton­nen-Boh­rer frisst sich unter L418 durch

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Foto: WSW

Am heu­ti­gen Don­ners­tag (20. April) haben die Wup­per­ta­ler Stadt­wer­ke (WSW) mit der Unter­que­rung der L418 vor dem AWG-Müll­heiz­kraft­werk den Bau der Fern­wär­me­tras­se Süd-West fort­ge­setzt. Der unter­ir­di­sche Vor­trieb unter der zum Burg­holz­tun­nel füh­ren­den Lan­des­stra­ße dient der Anbin­dung des Müll­heiz­kraft­wer­kes an das Fern­wär­me­netz im Tal.
Das 6,80 Meter lan­ge und 60 Ton­nen schwe­re Bohr­ge­rät mus­s­te mit einem 550-Ton­nen-Kran an den Ein­satz Ort gehievt wer­den. Nun wird sich der Bohr­kopf mit sei­nem Außen­durch­mes­ser von 2,40 Meter mit einer Bohr­ge­schwin­dig­keit von sechs bis zehn Metern am Tag durch den Unter­grund arbei­ten. Für die 60 Meter lan­ge Stre­cke wird er vor­aus­sicht­li­ch eine Woche benö­ti­gen. Ob sich die­ser Zeit­plan ein­hal­ten lässt, hängt aber wesent­li­ch von der Boden­be­schaf­fen­heit ab. Gestein und Fels könn­ten die Arbei­ten noch ver­zö­gern.
Durch die Wär­me­lie­fe­rung aus dem Müll­heiz­kraft­werk kann das mit Stein­koh­le befeu­er­te Heiz­kraft­werk der WSW in Elber­feld still­ge­legt wer­den. Dies bie­tet neben öko­lo­gi­schen Ver­bes­se­run­gen auch öko­no­mi­sche Vor­tei­le für WSW und AWG. Dank der Fern­wär­me­lie­fe­rung aus der Müll­ver­bren­nung kön­nen zukünf­tig 450.000 Ton­nen CO2 pro Jahr ein­ge­spart wer­den, eine Men­ge, die etwa 60 Pro­zent des jähr­li­chen Koh­len­di­oxid-Aus­sto­ßes des Wup­per­ta­ler Stra­ßen­ver­kehrs ent­spricht.