Die Hofaue — und ihre jüdi­sche Geschich­te

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Hofaue an der Kreuzung Wesendonkstraße (Quelle: Wikipedia / Atamari CC BY-SA 3.0)

Die frü­he­re Wup­per­ta­ler Tex­til­mei­le Hofaue und ihre jüdi­sche Geschich­te sind The­ma eines Spa­zier­gangs am Mitt­wo­ch (26. April). Treff­punkt für den von Chris­ti­ne Har­tung gelei­te­ten Rund­gang ist um 17.30 Uhr an der Ecke Hofaue/Zollstraße.
Die Hofaue in Elber­feld erleb­te in der Zeit von 1890 bis in die Jah­re der Wei­ma­rer Repu­blik eine Blü­te­zeit als ein inter­na­tio­na­les Zen­trum des Tex­til­han­dels. Dabei spiel­ten jüdi­sche Kauf­leu­te eine zen­tra­le Rol­le. Wäh­rend der Zeit der Nazi­herr­schaft wur­den die Unter­neh­men auf­ge­löst oder „ari­siert“, die Besit­zer und ihre Fami­li­en drang­sa­liert, aus Deutsch­land ver­trie­ben oder in Ghet­tos und Ver­nich­tungs­la­ger depor­tiert und ermor­det. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg erleb­te die von Bom­ben stark zer­stör­te Hofaue als Tex­til­zen­trum einen nur kurz andau­ern­den erneu­ten Auf­schwung. Ihre jüdi­sche Geschich­te jedoch wur­de weit­ge­hend ver­drängt und ver­ges­sen.
Mit der Kri­se der Tex­til­in­dus­trie geriet die Stra­ße seit den 1960er Jah­ren immer mehr ins Abseits, erlebt aber seit eini­gen Jah­ren eine Wie­der­be­le­bung. Der Rund­gang führt zu den teil­wei­se noch exis­tie­ren­den his­to­ri­schen Gebäu­den und ver­mit­telt die beweg­te Geschich­te der Stra­ße seit ihrer Ent­ste­hung bis heu­te. Die Teil­nah­me kos­tet fünf Euro.