Nathan der Wei­se im Thea­ter am Engels­gar­ten

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Philippine Pachl, Lena Vogt, Foto: Klaus Lefebvre

‘Nathan der Weise’ sollte jedem ein Begriff sein. Das hochaktuelle Aufklärungsdrama von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahr 1779 ist ein Märchen mit Happy End und ein Plädoyer für Humanität, Toleranz und Gleichberechtigung. Ein literarischer Protest gegen Rassismus. Schaut es Euch an, es lohnt sich.


»Es genügt ein Mensch zu sein.«
Ein junger Tempelherr hat Recha, die Tochter des reichen Juden Nathan, aus dem brennenden Haus gerettet. Sie glaubt an einen Engel, doch Nathan vermutet in dem Retter den einzigen Tempelherrn der Stadt, begnadigt von Sultan Saladin, weil er seinem verschollenen Bruder ähnlich sieht. Der Tempelherr wehrt sich gegen seine beginnende Liebe zu Recha. Daja, die Gesellschafterin, verrät dem Tempelherrn, dass Recha in Wahrheit ein christliches Waisenkind ist. Sie sind ein Geschwisterpaar.

Ein Märchen?
Damals wie heute prallen weltweit religiöse Wirklichkeitsentwürfe und Weltbilder unvereinbar aufeinander, entladen sich in Terror und Gewalt, wenn die Menschen reduziert werden auf Religionen. Welcher ist der wahre Gott? Welche ist die wahre Religion?
Lessings Aufklärungsdrama aus dem Jahr 1779 ist ein Märchen mit Happy End und ein Plädoyer für Humanität und religiöse Toleranz und Gleichberechtigung: Nur die wahre Menschlichkeit zählt.

GOTTHOLD EPHRAIM LESSING
1729 in Kamenz/Oberlausitz geboren. Er studierte Medizin und Theologie in Leipzig. 1767 erhielt er eine Anstellung als Dramaturg und Kritiker am Deutschen Nationaltheater Hamburg, 1770 eine Stelle als Bibliothekar in Wolfenbüttel. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören neben Gedichten, Fabeln, ästhetischen, theologiekritischen und philosophischen Schriften, die Theaterstücke ›Miss Sara Sampson‹ (1755), ›Minna von Barnhelm‹ (1767), ›Emilia Galotti‹ (1772) und ›Nathan der Weise‹ (1779). Lessing starb 1781 in Braunschweig.

NATHAN DER WEISE
Ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen von Gotthold Ephraim Lessing
Regie: Schirin Khodadadian, Ausstattung: Carolin Mittler, Musikal. Leitung: Johannes Winde, Dramaturgie: Susanne Abbrederis
Mit: Thomas Braus, Miko Greza, Lukas Mundas, Philippine Pachl, Alexander Peiler, Julia Reznik, Lena Vogt, Stefan Walz

 

Termine:
10., 11., 17., 18. Dezember 2016;
06., 13. Januar 2017, weitere Termine in Planung.


Ticket-Bestellung:
KulturKarte, Schloßbleiche 40, 42103 Wuppertal
Tel. 0202 563 76 66 | kontakt@kulturkarte-wuppertal.de | www.wuppertaler-buehnen.de | Öffnungszeiten: montags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr, samstags: 10:00 – 14:00 Uhr, Theaterkasse am Opernhaus freitags von 17:00 – 19:00



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Mehr zum Regisseur SCHIRIN KHODADADIAN:

Förderpreis für Regie der Deutschen Akademie für Darstellende Künste für Theresa Walsers ›So wild ist es in unseren Wäldern schon lange nicht mehr‹ am Staatstheater Kassel. Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Uraufführungen ›Die Liste der letzten Dinge‹ am Bayerischen Staatsschauspiel und ›Morgen in Katar‹ am Staatstheater Kassel.

Weitere Inszenierungen u.a. am Theater Ingolstadt, Theater Bonn, Schauspiel Essen und am Staatstheater Nürnberg.